Seit ich blogge, weiß ich … (Bloggingsonntag)

Über Christiane bin ich auf den Bloggingsonntag des Forums „blogger-treff.de“ aufmerksam geworden. Ich mag ja Blogparaden ganz gerne – also warum nicht auch ein wenig über das Bloggen an sich schreiben? Einen Blog habe ich ja nicht erst seit gestern.

Das Thema dieser Woche lautet: „Seit ich blogge, weiß ich …“ oder „Warum man bloggt und was man davon gelernt hat.“

Die Kernfrage dabei ist natürlich: warum blogge ich? Darüber habe sich schon einige BloggerInnen Gedanken gemacht und diese Gedanken auch nieder geschrieben. Zum Beispiel Sascha AßbachFrau G. oder Meike Leopold. Diese Frage könnte man auch überspitzen: Gibt es im Internet nicht schon genug Inhalte?

Also … warum blogge ich?

Für mich hat das Bloggen als Hobby angefangen, das es auch immer noch ist. Es ist für mich ein kreatives Schaffen, ähnlich wie die Kunst – das Schreiben hier fordert mich, ich lerne dabei immer Neues. Immer mehr frage ich mich, wie kann ich einen Text so schreiben und strukturieren, dass er spannend und informativ ist? Das ist wie beim Malen: wie verpacke ich meine Botschaft ansprechend?

Besonders schön finde ich den Blog als Austausch-Plattform. Zum einen stelle ich Informationen und meine Ansichten bereit, zum anderen erfahre ich durch Kommentare oder andere Blogeinträge die Meinungen und Ansichten anderer. Mein Blog ist mein Blog, das ist klar. Aber das Bloggen an sich verbinde ich immer mit der  Bloggercommunity – ein Netzwerk mit vielen tollen Persönlichkeiten. Die Artikel anderer motiveren dabei ebenso, wie Kommentare hier bei mir.
Ich denke jeder, der von sich behauptet nur für sich zu bloggen, lügt sich selbst ein wenig an, denn dann könnte man ja genausogut ein Tagebuch schreiben, oder einen nicht-öffentlichen Blog :) Gerade wenn ich meine Bilder hier zeige geht es mir natürlich auch um’s Herzeigen und Bestätigung. Es tut mir gut, wenn ich über meinen Blog oder andere Plattformen positiven Zuspruch (aber auch Kritik) erhalte. Von Seiten meiner Familie erhalte ich hier keine Unterstützung und Kommentare wie „Na wenn du das Geld für die Pinsel hast [/rauswerfen möchtest] …“ sind wenig aufbauend und lassen mich dann doch einen Moment zu lange an dem Zweifeln, was ich gerne mache.

Das sind jetzt die wichtigsten Punkte gewesen. Natürlich gibt es da noch mehr, aber es soll ja eigentlich um ein Fazit gehen.

Und was habe ich vom Bloggen gelernt?

Die Beantwortung der Frage fällt mir schon ein wenig schwer. Ich habe beim Bloggen nicht „Integralrechnen“, „Englisch (schriftlich)“ oder „Fotografieren“ gelernt, sondern immer an und mit meinen Fähigkeiten gearbeitet.

Mir hat das Bloggen über die Jahre aufgezeigt,

  • was meine Stärken sind,
  • was meine Schwächen sind und
  • was ich gerne mache.

Gelernt habe ich beim Bloggen also tatsächlich sehr viel über mich selber. Ich denke, dass das vielen Bloggern so geht, die schon sehr lange einen Blog haben. Irgendwann lässt sich beim Rückblick eine Veränderung erkennen – also bei mir zumindest.

Inhaltlich habe ich wahrscheinlich im Zuge von Recherchen ebenso viel gelernt, aber konkrete Themen festzumachen fällt mir schwer. Am leichtesten fällt mir das bei den Materialtests, die ich für den Blog geschrieben habe – denn hier konnte ich auch immer selbst viel über die getesteten Materialen erlernen.

Auf jeden Fall viel gelernt habe ich auch auf der technischen Seite. Vor allem früher habe ich sehr viel selbst gestaltet – vor allem Themes für den Blog (alte Hasen werden sich erinnern an witzige Animationen und dergleichen), dazu fehlt mir heute meist die Zeit und/oder die Geduld – und für WordPress gibt es wirklich unzählige wunderschöne Themes. Mir ist der Inhalt wichtiger geworden, darauf versuche ich mich zu konzentrieren.

Gelernt im Sinne von kennen-gelernt habe ich über die Community einige Blogger. Vielen davon folge ich schon seit Jahren und es ist schön, andere Menschen bei der Entwicklung zu beobachten.

Über die vielen Kontakte, die ich auf der Frankfurter Buchmesse 2014 knüpfen konnte habe ich auch viel über die Zusammenarbeit mit Verlägen und Firmen gelernt. Das hat mich insofern weitergebracht, als dass ich ein paar schöne Aktionen hier im Blog starten konnte smile

Jetzt bin ich natürlich auf die Erfahrung anderer Blogger gespannt smile Ich werde bei Zeiten verwandte Einträge hier verlinken.

Dieser Beitrag wurde am 9. August 2015 um 14:50 aktualisiert

Melanie

Farben, die sich zu Bildern fügen - das ist meine Leidschaft. Illustration, Malerei oder Fotografie, aber auch die Natur, Bücher und Tee gehören zu den Dingen, die mich bewegen.

7 Comments

  1. Ein schöner Beitrag und wieder mit ganz anderem Schwerpunkt. Ich bin auch der Meinung, dass ein Blog immer eine Komponente für die anderen enthält. Am Anfang weniger und mit der Zeit wird dies immer mehr.
    Mein Beitrag findest du unter: http://goo.gl/lGosYQ

    Einen schönen Start in die neue Woche
    Normann

  2. Also mir zeigt das Bloggen, also das Untereinander unter Bloggern, oft, wo noch meine Schwächen liegen und dadran dann zu arbeiten. Es ist ein guter Spiegel :D

  3. Neben dem „technischen“, lerne ich ganz vieles. Man befasst sich teilweise im Blog mit Themen, die man im „real life“ möglicherweise nicht angepackt hätte, oder nicht so intensiv. Mir gehts wie dir, konkret festmachen ist schwierig. Ich kann für mich das Thema „Aberglauben“ beispielhaft erwähnen. Ich wusste zwar manches, beziehungsweise, hab es schon mal gehört, aber bei näherem Recherchieren kamen Fakten zu Tage, von denen ich noch nichts gehört hatte. HG Hans

  4. Ein wirklich toller Beitrag. Finde ich schön, dass du auch noch mal darauf eingegangen bist warum du bloggst, da hast du mir echt aus der Seele gesprochen, ist bei mir nämlich der gleiche Grund. Mein Blog ist immer noch mein Hobby, ich habe ihn gestartet, weil ich einfach gerne schreibe, Spaß daran habe mich auszutauschen und bei Disskusionsrunden kam da echt schon viel bei rum. Ich finde es einfach interessant andere Meinungen zu Themen zu lesen und Menschen zu treffen, die die gleichen Interessen wie ich teile. Dazu wollte ich aber noch ein bisschen meine Fühler in Richtung Journalismus ausstrecken, weil ich das einfach gerne beruflich tun würde.

    Der Blog hat mir definitiv auch meine Stärken und Schwächen aufgezeigt, jedoch wie in meinem Beitrag erwähnt mir geholfen, mich so zu akzeptieren wie ich bin. Mit all den Maken, Fehlern und Makeln, die ich so habe. Und das hätte ich bevor ich damit angefangen habe, echt nicht gedacht, dass ich dadurch mehr Selbstvertrauen gewinnen würde. Aber die netten Worte, bauen einfach auf und helfem einem da sehr. Kritik finde ich aber auch immer super, vor allem im Bereich Fotografie, da bin ich ja noch blutige Anfängerin und ich finde man kann sich nur durch solche Kommentare dann auch wirklich weiterentwickeln. Und so lange sie sachlich bleibt, ist sie bei mir immer willkommen.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Definitiv ich glaube viele denken, dass das ganz schnell geht, man sehr schnell seine Reichweite aufbaut was nicht fakt ist. Jeder bloggt am Anfang erstmal für sich selbst, muss auf sich aufmerksam machen, was natürlich sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und bei anderen kommentieren. Das war auch bei jedem großen Blogger so. Von nichts kommt nichts. Viele geben da in meinen Augen viel zu schnell auf und haben gar keine Geduld oder Durchhaltevermögen mehr ,das muss man aber vor allem am Anfang mitbringen.

    Mehr als das Schreiben der Artikel ist es definitiv immer. Bei mir macht ein großer Teil das Beantworten der Kommentare aus, was mir aber auch mit am meisten am Herzen liegt und Spaß macht. Ich nehme mir da wirklich für jeden Leser Zeit und finde das auch sehr wichtig. Dazu kommt dann noch Social Media, Mails beantworten, Bilder bearbeiten und natürlich vorher erstmal machen usw.

  5. ein schöner artikel, das kann ich gut so unterschreiben. ich weiß nicht, was für ein mensch ich ohne das bloggen wäre. es animiert und inspiriert mich, es ist eine wechselwirkung – ich fordere mich manchmal, um dinge für den blog zu machen und ich mache dinge, die ich mich freue veröffentlichen zu können. es ist ein wunderbares hobby.

  6. Mir hat das Bloggen über die Jahre aufgezeigt,

    was meine Stärken sind,
    was meine Schwächen sind und
    was ich gerne mache.

    Das ist bei mir genauso :)
    Durch das Bloggen bin ich zur Fotografie gekommen und ganz ehrlich?
    Ich will es nicht mehr missen :D
    Seitdem ist es meine größte Leidenschaft.

    Liebste Grüße, Tenzi

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